Der lange Fall des liederlichen Mönchs

Stücktext: Zeha Schröder - Wiss. Vortragstext: Vera Teske - Regie: Zeha Schröder - Mit: Gabriele Brüning, Andreas Ladwig, Johan Schüling und einem/-r wissenschaftlichen Experten/-in - Ort: Landgericht (Am Stadtgraben, Münster) - Dauer: ca. 75 Minuten - Uraufführung: 15.10.2025
Der Weihbischof ist allem Anschein nach ein ganz schlimmer Finger: Beginnt eine Affäre mit einer Kaufmannsgattin, lässt sich von ihr für seine Liebesdienste beschenken - oder gar bezahlen? - und ermahnt gleichzeitig als Domprediger seine Schäflein zu einem frommen und gottgefälligen Lebenswandel.

So kann es nicht weitergehen, findet der Stadtrat - und verfrachtet die beiden Turteltäubchen kurzerhand hinter Gitter. Ohne zu ahnen, dass damit eine Prozesslawine losgetreten wird, die sich ein volles Jahrzehnt lang über Münster ergießt und dabei auch das eine oder andere Opfer mit sich reißt...

So geschehen Mitte des 16. Jahrhunderts zu Münster in Westfalen. Ein saftiges, skandalöses und doch vergessenes Stück Stadtgeschichte also - das wir aus den Akten ausgegraben und für die Bühne eingerichtet haben. Mit fachkundiger Expertise übrigens, nämlich gemeinsam mit den (Rechts-)Historikern vom Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ der Uni Münster.

Als Mitveranstalter und Spielort konnten wir das ehrwürdige Landgericht gewinnen, in dessen Schwurgerichtssaal wir die (Prozess-)Geschichte vom liederlichen Mönch noch einmal gründlich und, zugegeben, auch genüsslich aufrollen. Die damaligen Ereignisse werden in historischen Spielszenen wieder lebendig... und zugleich aus heutiger wissenschaftlicher Perspektive so kundig wie kurzweilig erläutert.

Kurzum: Ruhe im Saal!